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Staatsballett: Streik

Staatsballett: Streik

03.04.2015 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die rund 80 Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin zu einem weiteren Warnstreik am heutigen Karfreitag, dem 03. April 2015 aufgerufen. Dies ist bereits der dritte Streik der TänzerInnen in diesem Jahr. Der aktuelle Warnstreik dauert von 18.30 Uhr bis 0.00 Uhr. Vom Ausstand betroffen ist die Abendvorstellung „Dornröschen“ in der Deutschen Oper.

Anlass für diese außergewöhnliche Aktion ist die Weigerung der Arbeitgeberseite, mit ver.di über einen Haustarifvertrag für die Tänzerinnen und Tänzer zu verhandeln. Die detaillierten Forderungen der Tänzerinnen und Tänzer liegen dem Arbeitgeber seit langem vor. Sie beziehen sich auf nachvollziehbare Gagenstaffelung, Arbeitszeit, freie Tage, Ruhezeit/Pausen, Gastspiel, Gastierurlaub oder auch Gesundheitsschutz. Mit diesem Streik wollen die Tänzerinnen und Tänzer den Druck auf den Arbeitgeber, die Stiftung Oper in Berlin und Deutscher Bühnenverein, erhöhen.  

Die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts sind überwiegend bei ver.di organisiert und hatten ihre Gewerkschaft im Jahr 2014 aufgefordert, für sie Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeber aufzunehmen. Sie erwarten für ihr Ensemble speziell auf sie zugeschnittene Arbeits- und Vergütungsbedingungen. Sie arbeiten unter dem Dach der Stiftung Oper in Berlin unabhängig von den drei Opernhäusern und tanzen sowohl klassisch als auch modern in mehr als 120 Aufführungen im Jahr an mehreren Auftrittsorten der Stadt.

Die Flächentarifverträge Normalvertrag (NV) Bühne (SR Tanz/Solo), die von anderen Gewerkschaften ausgehandelt wurden, tragen den Spezifika des Staatsballetts Berlin nicht angemessen Rechnung.