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Staatsballett: Streik

Staatsballett: Streik

17.03.2015 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die rund 80 Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts zu einem Warnstreik am heutigen Dienstag, den 17. März 2015 aufgerufen. Dies ist der zweite Streik der Tänzer in diesem Jahr.

Anlass für diese außergewöhnliche Aktion ist die Weigerung der Arbeitgeberseite, mit ver.di einen Haustarifvertrag für die Tänzerinnen und Tänzer auszuhandeln. Die detaillierten Forderungen der Tänzer liegen dem Arbeitgeber seit langem vor. Sie beziehen sich auf nachvollziehbare Gagenstaffelung, Arbeitszeit, freie Tage, Ruhezeit/Pausen, Gastspiel, Gastierurlaub oder auch Gesundheitsschutz. Mit diesem Streik erwarten die Tänzerinnen und Tänzer eine Verhandlungsbereitschaft des Arbeitgebers – Stiftung Oper in Berlin und Deutscher Bühnenverein – mit ver.di.

Die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts sind zu 82 Prozent bei ver.di organisiert und haben im Jahr 2014 ihre Gewerkschaft aufgefordert, für sie Verhandlungen mit dem Arbeitgeber aufzunehmen. Sie erwarten für ihr Ensemble speziell auf sie zugeschnittene Arbeits- und Vergütungsbedingungen. Sie arbeiten unabhängig von den drei Opernhäusern, tanzen mehr als 120 Aufführungen im Jahr an mehreren Auftrittsorten der Stadt sowohl klassisch als auch modern.

Die Flächentarifverträge Normalvertrag (NV) Bühne (SR Tanz/Solo), die von anderen Gewerkschaften ausgehandelt wurden, beinhalten nicht die Spezifika des Staatsballetts.