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Es geht um Zukunftsfragen

Es geht um Zukunftsfragen

15. September 2014

Es geht um Zukunftsfragen – Verhandlungen zur Altersversorgung

In der letzten Tarifrunde wurde vereinbart, über Erhalt und Weiterentwicklung der Versorgungszusagen – sprich, über die Zukunft der Altersversorgung – im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu sprechen, allerdings aus unterschiedlichen Beweggründen: Die Anstalten wollen Personalkosten sparen, also Renten senken. ver.di will, wir wollen, dass die Zusagen eingehalten und geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden.

Es gilt, allen Kolleginnen und Kollegen angesichts der sinkenden Bedeutung der gesetzlichen Rente eine Perspektive für einen abgesicherten Ruhestand zu verschaffen. Deswegen sagen wir:Das geht uns alle an, Junge und Alte!

Der KEF und den Rechnungshöfen ist die Altersversorgung schon lange ein Dorn im Auge. Jetzt haben uns die Anstalten damit gedroht, den Versorgungstarifvertrag (VTV) zu kündigen – wenn wir nicht zu massiven Verschlechterungen bei den bereits erteilten Zusagen bereit wären.

Aber was ist die schönste Zusage auf eine Rente wert, die, wenn es dann so weit ist, doch nicht eingehalten wird? Nichts ist eine solche Zusage wert! Deshalb steht fest, dass in bestehende Zusagen nicht mehr eingegriffen wird. Nachträglich sparen ist nicht, denn die Kolleginnen und Kollegen verlassen sich auf das Zugesagte:

Das ist eine Frage des Vertrauens für alle Kolleginnen und Kollegen: Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen!

Es gibt keinen Grund, der es rechtfertigen würde, in verbindlich Zugesagtes einzugreifen oder zukünftigen Beschäftigten gar nichts mehr zuzusagen. Für zukünftige Beschäftigte ziehen wir daraus die Konsequenz: Kein schönes Versprechen mehr, einzulösen erst in ferner Zukunft, sondern handfeste Beiträge jetzt und heute in ihre Rentenversicherung!

Durch die schrittweise Anhebung des Regelalters auf 67 werden in Zukunft wohl immer weniger Beschäftigte bis zum „Anschlag" durchhalten. Das aber ist beim VTV in der bisherigen Fassung ein Problem, denn die VTV-Rente fällt mit jedem Jahr, um das sie vorgezogen wird, um 10 bis 15 Prozent niedriger aus. Das kann sich niemand leisten und deshalb werden alle verkrampft versuchen, bis zum Regelalter durchzuhalten – was weder im Interesse der Beschäftigten ist noch der Anstalten. Darüber verhandeln wir jetzt: Eine Anpassung des VTV an veränderte Rahmenbedingungen, die zu erträglicheren Abschlägen führt und die Fesseln sprengt, die für uns inakzeptabel sind.

Wir wollen die Altersversorgung zukunftsfest machen 
– Gemeinsam mit Euch, mit allen Kolleginnen und Kollegen!

Diese Info steht auch rechts als Download zur Verfügung.