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Staatsballett: Der Kampf geht weiter

Staatsballett: Der Kampf geht weiter

01.06.2015 - Die Tänzerinnen und Tänzer des Berliner Staatsballetts kämpfen weiter für einen auf ihre Arbeitsbedingungen zugeschnittenen Haustarif. Mit dem Spruchband „Wir tanzen Spitze – Haustarifvertrag jetzt!“ präsentierten sie sich am gestrigen Sonntagabend (31.5.2015) dem Publikum beim Schlussapplaus der „Dornröschen“-Vorstellung in der Deutschen Oper.

Die Tänzerinnen und Tänzer müssten öffentlich Zeichen setzen, solange ihr Anliegen ignoriert werde, erklärt die ver.di-Tarifkommission. Im April wurden bereits vier Ballettvorstellungen in der Deutschen Oper und in der Staatsoper im Schillertheater bestreikt. Der Ausfall kostete die Opernstiftung nach eigenen Angaben 120.000 Euro.

Die Tänzerinnen und Tänzer wollen auf die Besonderheiten des Staatsballetts Berlin zugeschnittene tarifliche Regelungen. Staatsballett-Geschäftsführer Georg Vierthaler hat mittlerweile Zugeständnisse angekündigt. Er weigert sich aber, mit ver.di einen Tarifvertrag zu verhandeln, obwohl er dies bereits im Dezember zugesagt hatte und die Tänzerinnen und Tänzer fast geschlossen Mitglieder dieser Gewerkschaft sind.

Als unverantwortlich und erpresserisch erklären die ver.di-Verhandlungsführer diese Blockadehaltung. Die Tänzerinnen und Tänzer hätten ein Recht auf kollektivvertragliche Regelungen.