Sprachrohr Online

Sprachrohr Online - 2021

Sprachrohr Online - 2021

Ausgabe 01.03.2021

  • Für ein Kulturfördergesetz!

    WIR.SIND.KULTUR WIR.SIND.KULTUR

    ver.di ist mit den Landesfachgruppen Musik und Bildende Kunst Teil des Bündnisses, das die Berliner Kultur und die Kulturschaffenden durch die Krise bringen will. Für eine langfristige Absicherung der Berliner Kultur fordert ver.di mit den Bündnispartnern ein Berliner Kulturgesetz.

    Die Kulturschaffenden sind aufgerufen, in den sozialen Medien für ein Kulturfödergesetz einzutreten. Zudem hat das Bündnis einen Medienwettbewerb ausgerufen. Beiträge - Fotos, Videos, Text - können bis zum 15. August 2021 eingereicht werden. 

    Link zum gemeinsamen Aufruf und zum Wettbewerb

  • Kommentar: Kulturfördergesetze, warum jetzt aktuell?

    Seit Monaten leben Tausende Kulturschaffende und Kulturinstitutionen mit existenziellen Unsicherheiten. Die Pandemie zeigt die Ungleichheit und die Prekarität des Kultursektors ebenso schmerzhaft auf, wie seinen Nachholbedarf in Sachen Lobbying und Digitalisierung.
    Die einzige Möglichkeit, aus der belastenden Situation eine Chance zu machen, liegt darin, die Bedingungen für die Zeit nach der Krise mitzugestalten. Wagen wir daher einen Blick in die Zukunft. Lernen wir von den Errungenschaften, die in vielen künstlerischen Aktionen aus Not entstanden sind.

    Der Kultursektor ist wesentlich geprägt von Freischaffenden, die sich in höchster Verwundbarkeit und Abhängigkeit befinden. Kulturmarkt und Subventionspolitik haben Institutionen und Kunstschaffende über Jahre auf Output-Steigerung, Hypermobilität und Kurzlebigkeit gepolt. Der Kultursektor braucht aber mehr Nachhaltigkeit, bessere Verwertungs- und Wirkungsketten. Dafür muss er auf die Langfristigkeit von Prozessen setzen, zum Schutz der Ressourcen Kreativität und Natur. Die Pandemie hat dafür eine Art In-vivo-Experimentierlabor geschaffen: Im Zentrum der kulturellen Arbeit steht momentan zwangsläufig der künstlerische Prozess, die Recherche und weniger das fertige Produkt und dessen Präsentation. Dadurch hat auch das Lokale und der direkte Einbezug der Menschen vor Ort an Bedeutung gewonnen. Die gegenwärtige Krise zeigt klar, in welchem Maße der Kultursektor ein Output-orientiertes System ist, das international eine wachsende Produktionsdichte bei abnehmender Präsentationsdauer fördert: Heute ist ein Werk hier, morgen dort, und übermorgen wird es durch ein neues ersetzt. Dies ist ökonomisch und ökologisch wenig nachhaltig und führt zu großem Verschleiß. Unter der Hektik leiden auch die kreativen Prozesse.

    Für die institutionelle Kultur und ihre Förderung stellt sich die Frage, wie und von wem das künftige Verständnis von Qualität erarbeitet wird. Das Verhältnis zum Publikum, auch der Einbezug von und die Interaktivität mit neuen Rezipienten sind hier wichtige Herausforderungen. Transdisziplinäre Formate bereichern darüber hinaus den künstlerischen und außerkünstlerischen Dialog, indem sie Kompetenzen aus verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten einbeziehen. Für Kulturinstitutionen liegt die Herausforderung darin, nicht in beliebigen Aktivismus und Aktionismus zu verfallen, sondern gezielt neue Sprachen zu lernen und die relevanten Akteure außerhalb ihrer ursprünglichen Bestimmung einzubinden. Die bereits begonnene Transformationsphase wird eine Gelegenheit sein, sich darauf zu verständigen, welche kulturellen Werte die Gesellschaft fördern will. Für alle, das Publikum, die Kulturschaffenden und Veranstalterinnen sowie die Kulturförderer, wird es darum gehen, den Weg zu öffnen hin zu einem Kulturbetrieb, der nachhaltiger, prozesshafter und verteilgerechter wird.

    Dazu kann ein Kulturfördergesetz einen wesentlichen Beitrag leisten.

    Andreas Köhn, ver.di-Landesfachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie

  • Termin: Faire Arbeit in Kunst und Kultur

    Am 9. März 2021 von 18 bis 20 Uhr findet eine Online-Podiumsdiskussion der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Linksfraktion im Bundestag statt. 

    Die Ankündigung der Veranstalter: 


    Kulturarbeit im Licht von Klasse und Krise 

    Die Coronakrise erschüttert die Kulturbranche in ihrem Fundament. Es droht der Verlust kultureller Vielfalt und Infrastruktur und unzähliger beruflicher Existenzen vor allem von Soloselbständigen und Freiberufler*innen.

    Wir wollen Bilanz ziehen und fragen, was aus der Krise für den Kulturbereich zu lernen ist. Wie können linke Strategien und Maßnahmen aussehen, um Kulturarbeiter:innen besser sozial zu sichern? Wie soll Kulturarbeit im Jahr 2030 aussehen und wie kommen wir dorthin?

    Um Antworten zu entwickeln, wollen wir im Plenum und in drei Panels folgende Fragen diskutieren:

    ◾    Wie kann Kulturförderung im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Diversität und soziale Sicherung verbessert werden, damit kontinuierliches Arbeiten ermöglicht und der Produktionsdruck verringert wird?

    ◾    Wie steht es um Organisationsformen der kreativen Klasse – und vor allem wie groß ist deren politische und gesellschaftliche Wirkmacht?

    ◾    Wie lassen sich Distinktions- und Ausgrenzungsmechanismen im Kulturbetrieb überwinden zugunsten von mehr Diversität? Denn «Kultur für alle» braucht zwingend «Kultur von allen».

    Zur Ankündigung bei der Linksfraktion

  • ver.di-Kunstkalender 2022 | Ausschreibung

    ver.di-Kunstkalender 2019 Martha Richards ver.di-Kunstkalender 2019

    20.000 Kulturschaffende aller Sparten sind in der Gewerkschaft ver.di organisiert. ver.di ist eine große Kunstgewerkschaft. Das wissen noch viel zu wenige. Unser Kunstkalender soll das künstlerische Profil von ver.di schärfen und die Präsenz der bildenden Künstlerinnen und Künstler in unserer Gewerkschaft stärken. Das Schöne: Unser Kalender-Projekt wird eine ganzes Jahr Wirkung zeigen. Deshalb freuen wir uns schon jetzt auf eine große Beteiligung an diesem Wettbewerb!


    Die Ausschreibung

    richtet sich an alle Künstlerinnen und Künstler, die Mitglied bei ver.di sind.
    Es werden 12 Künstlerinnen oder Künstler ausgewählt und jeweils mit einem Bild und auf der Rückseite des Kalenderblattes mit ihrer Kurzvita vorgestellt.


    Veranstalter

    ver.di – Bundesverwaltung,
    Fachgruppe Bildende Kunst und der Bereich Werbung/Marketing


    Bewerbungsfrist

    17. April 2021


    Prämierung

    Die 12 ausgewählten Künstlerinnen/Künstler werden jeweils mit einem Preisgeld von 300 Euro prämiert.

     

  • Projektfonds Bildende Kunst

    Um internationale Kooperationsprojekte im Bereich der Bildenden Kunst und damit die globale Vernetzung von Kulturschaffenden zukünftig noch stärker zu fördern, startet das Goethe-Institut einen neuen Projektfonds. Ab dem 1. März können sich Künstler*innen, Kurator*innen und Kunstvermittler*innen aus Deutschland und dem Ausland gemeinsam mit ihren Projektideen für die erste Bewerbungsrunde bewerben. Die Antragsfrist endet am 15. April 2021. Die Fördersumme beträgt bis zu 25.000 Euro pro Projekt.

    Link zur Pressemitteilung

  • Stiftung Oper: ver.di Tarif zum Kurzarbeitergeld - 100% netto Absicherung jetzt bis Ende 2021!

    Oper janeb13/Pixabay Oper

    Die Geschäftsführung der Stiftung Oper und ver.di haben sich auf eine Verlängerung des Tarifvertrags zur Kurzarbeit im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie geeinigt.
    Beschäftigte, die unter den Tarifvertrag der Länder (TV-L) fallen und für die in den kommenden Monaten Kurzarbeit angeordnet wird, sind abgesichert. Sie erhalten weiterhin 100 Prozent ihres bisherigen Netto-Entgelts. Die Summe ergibt sich aus dem Kurzarbeitergeld plus des Aufstockungsbetrags durch die Stiftung Oper. Die Tariferhöhung für das Jahr 2021 ist auch für das Kurzarbeitergeld gesichert. Auch die Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) werden für das Kurzarbeitergeld und den Aufstockungsbetrag gezahlt. Außerdem wurde die volle Mitbestimmung des Personalrats gesichert. Der Tarifvertrag zur Kurzarbeit hat eine Laufzeit bis Ende 2021, die ver.di-Tarifkommission hat der Einigung bereits zugestimmt.

    Link zum Tarifvertrag

  • Tarifverhandlungen für Filmschaffende ohne Fortschritt

    Zu den ver.di-Forderungen für Filmschaffende (Freie Wochenenden, klare Ruhezeiten und unabdingbare Zuschläge) gehen die Verhandlungen nicht voran. Die Produzentenallianz lehnt jede Art von Verbesserung strikt ab. Bis zum 31. März 2021 will ver.di ein Ergebnis der Tarifrunde sehen.

    Link zu ausführlichen Informationen


     

  • Nachgefragt: Sozialstandards bei Film und Fernsehen

    Noch eine Umfrage? Seit Anfang November letzten Jahres sitzen Vertreter der Tarifpartner (ver.di, BFFS, Produzentenallianz) und der Filmförderung (FFA, Medienboard BerlinBrandenburg) auf Einladung der Berliner Senatskanzlei am virtuellen „Runden Tisch“ und sprechen über „Sozialstandards der Film- und Fernsehschaffenden“. Alle am „Runden Tisch“ sind sich einig: Ohne Zahlen und Fakten werden wir keine Fortschritte durchsetzen können – vor allem nicht in unserer statistisch unterbeleuchteten Film- und Fernsehbranche.

    Darum: Ja! Schon wieder eine Umfrage! Wir Mitglieder und Kolleg*innen der Film- und Fernsehbranche sind alle herzlich aufgefordert, für diese Umfrage zu unseren Arbeitsbedingungen und zu unserer sozialen Lage 15 bis 20 Minuten unserer Zeit zu investieren …

    Deshalb helft bitte mit: Die Ergebnisse werden dem „Runden Tisch“ vorgelegt werden. Sie werden natürlich auch für Politiker*innen anderer Bundesländer von Interesse sein.

    Der Berliner Senat hat Jörg Langer von Langer Media mit der Studie betraut. Die Umfrage ist anonym. Die Antworten sind nicht zur informationsgebenden Person zurück verfolgbar. Als Umfrageplattform fungiert keine der kommerziellen Branchendatenbanken, sondern „easyfeedback“, ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, welches die Daten ausschließlich auf deutschen Servern hosted. Alle gesammelten Daten werden nach Abschluss der Umfrage durch Langer Media archiviert und ausschließlich für wissenschaftliche Studienzwecke benutzt bzw. ausgewertet.

    Die FilmUnion innerhalb von ver.di bedankt sich ganz herzlich bei allen, die mitmachen – für die Zukunft unserer Film- und Fernsehbranche!

    Und hier geht´s zur Umfrage: https://easy-feedback.de/UmfrageFilmschaffende/1277457/O739sO

  • Corona-Sonderhilfen für freie Schauspieler*innen vereinbart

    Im Rahmen der „Überbrückungshilfe III“ des Bundes soll ein zusätzliches Modul im Kulturbereich geschaffen werden, dass speziell den „kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten“ die Beantragung von Hilfen für das erste Halbjahr 2021 ermöglicht. Darauf haben sich die Bundesminister Altmaier und Scholz mit Kulturstaatsministerin Grütters Anfang Februar verständigt. Danach sollen neben den Soloselbstständigen und den unständig Beschäftigten auch die „kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten“ Hilfen von bis zu 7.500 € für den sechsmonatigen Zeitraum Januar bis Juni 2021 beantragen können.

    Link zu weiteren Informationen

  • Lesungen auf twitch

    Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller veranstaltet seit dem 7. Januar 2021 eine digitale Lesereihe mit 26 Terminen auf der Streaming-Plattform twitch. Finanziert wird die VS-Onlinelesung mit Hilfe von Neustart Literatur, des Deutschen Literaturfonds e.V. und des Kulturwerks deutscher Schriftsteller e.V.
    Jede Lesung kann ohne Registrierung auf der Streaming-Plattform angesehen werden. Moderiert werden die Lesungen unter anderem von der VS-Bundesvorsitzenden Lena Falkenhagen.

    https://vs.verdi.de/projekte/vs-lesungen-auf-twitch

    Auch die bisher stattgefundenen Lesungen können noch angesehen werden.

  • 5. Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis 2021

    Ulrich Grasnick Christian v. Polentz / transitfoto Ulrich Grasnick

    Dem Thema der Ausschreibung 2021 »Zuflucht zum Meer« stellt Ulrich Grasnick den Vers voran: "Wenn Schatten und Blitze stürzen, möchte ich sein wie das Meer nach Gewittern – ohne Narbe und Wunde die Flut. Er greift damit auch das Bild von einem Fluss auf, der im Meer sein Ziel findet, sich aber auch darin verlieren kann."

    Für Grasnick ergießt sich der Fluss mächtig, aber auch träge ins Meer. Was und wer stellt sich ihm entgegen? Welcher Quelle entsprang er? Was macht ihn auf seinem Weg Richtung Mündung langsamer, aber auch wirkmächtiger? Wie begegnet das Meer seinen Zuflüssen? Wie begegnet es uns?
    Der Fluss hat keinen Schatten. Der Fluss steht für Leben, für unsere Zeit, in der Sprache im Geschriebenen haften bleibt und hinter Masken ausharrt.

    Der Wettbewerb richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren ab dem 16. Lebensalter.
    Erbeten werden zwei selbstverfasste, bislang unveröffentlichte Gedichte in deutscher Sprache, maschinen- bzw. computerschriftlich im Format der üblichen Normseite (bis 30 Zeilen pro Seite) sowie in 4-facher Ausführung.

    Preise
    Es werden neben einer Urkunde zwei Buchpreise vergeben.

    Veröffentlichung
    Die beiden preisgekrönten Gedichte und eine Auswahl weiterer Wettbewerbsbeiträge werden in einer Anthologie des Ulrich-Grasnick-Lyrikpreises 2021 im Quintus-Verlag/Verlag für Berlin-Brandenburg veröffentlicht.

    Einsendeschluss
    Wettbewerbsbeiträge sind bis zum 20. April 2021 auf dem Postweg – mit dem Merkwort »Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis 2021« zu senden an:
         Frau Almut Armélin
         Markgrafenstraße 40, 10117 Berlin

    Ausführliche Informationen: https://ulrich-grasnick.de/ausschreibung_2021.htm

  • Neuerscheinungen von VS-Mitgliedern

    Neuerscheinungen Neuerscheinungen

     

    • Kontakttagebuch 
      Katharina Körting
      116 Seiten, 10 Euro 
      Kid-Verlag, Januar 2021
      ISBN 978-3-947759-64-4

    • Rette sich, wer kann?
      Der kleine Alltag des Widerstands in Gedichten, Geschichten und Berichten
      herausgegeben von Cornelia Eichner, Alfred Büngen, Gunnar Evang und Holger Evang-Lorenz
      436 Seiten, 14,80 Euro
      Geest-Verlag, Februar 2021
      ISBN 978-3-86685-790-2

    • Corona-Pandemie: Krisenmanagement zwischen Kontrollverlust und Innovationsmangel
      Wolf D. Hartmann, Walter Stock, Run Wang
      148 Seiten
      BoD – Books on Demand, Dezember 2020
      ISBN 978-3-7526-9064-4
    • Mode im Plankorsett
      Nähkästchenplaudereien aus dem Modeinstitut der DDR
      Wolf D. Hartmann
      282 Seiten, 15 Euro
      REGIA Verlag, Januar 2021
      ISBN: 978-3-86929-479-7 

    • Hans ins Glück – wer frei sein will muss fliegen
      Ein Familienroman. Ostwestdeutschland 1972-92.
      Bernd Kebelmann
      439 Seiten, 18,80 Euro
      Trafo Verlag Berlin 2020, 
      ISBN 978-3-86465-142-7


      Link zu ausführlichen Informationen zu den Neuerscheinungen

  • Trotz Zweitjob weiter in der KSK versichert?

    Im vergangenen Jahr sind durch die Corona-Pandemie vielen Kreativen die Einnahmen weggebrochen. Zusätzlich ist der Zugang zu den verschiedenen staatlichen Hilfsfonds schwierig. Einige Kreative hatten Glück und haben in ihrer Not Zweitjobs gefunden. Doch diese Nebentätigkeiten sind riskant: Der Verlust der Versicherung über die Künstlersozialkasse droht, wenn dabei die magische Schwelle von 5.400 Euro im Jahr (450 Euro im Monat) durch eine nicht-künstlerische selbstständige Tätigkeit überschritten wird. 

    Lisa Basten hat in einem Artikel für ver.di KUNST+KULTUR die Fallstricke aufgezeigt

  • Altersvorsorge mit Zuschüssen für Freie in Film, Funk und Fernsehen

    Virtuelle Info-Veranstaltung zur Pensionskasse Rundfunk (PKR)


    Flexible Altersvorsorge mit Zuschuss für freie Mitarbeiter*innen:

    Die PKR hat eine Webinar-Reihe ins Leben gerufen, die sich sowohl an bestehende Mitglieder als auch an Interessierte richtet, die noch nicht von den Vorteilen einer PKR-Mitgliedschaft profitieren.
    In der offenen Online-Beratung stellen PKR-Referent*innen in knapp 30 Minuten das Altersvorsorgemodell für Freie in Film, Funk und Fernsehen mit Zuschuss der Sender & Arbeitgeber*innen vor.

    Termine + weitere Infos:
    https://www.pensionskasse-rundfunk.de/news/termine/ 
     

  • RBB: Neuer Anstrich ohne Vorwarnung

    Das Fernsehzentrum des rbb in der Masurenallee ver.di rbb-Fernsehzentrum

    Die Ankündigung kam ohne Vorwarnung. Am 15. Februar erhielten die Redaktionen des RBB-Vorabendprogramms die Hiobsbotschaft: Zum Jahreswechsel 2021/22, so teilte Torsten Amarell, Leiter der so genannten „Contentbox Gesellschaft im RBB“ den konsternierten Mitarbeiter*innen mit, bekomme der Vorabend einen komplett neuen Anstrich. Die bewährten Sendungen „rbb um 6“ und „zibb -zuhause in Berlin und Brandenburg“ werden gestrichen. An ihre Stelle treten „90 Minuten live mit Nachrichten, Ratgeber und einem neuen Talk“.

    Link zum Artikel von Günter Herkel

  • RBB: Neuer Vorstand des ver.di-Senderverbands

    Die ver.di-Mitgliederversammlung des Senderverbands im rbb hat am 11. Februar 2021 einen neuen Vorstand gewählt:

    • Marika Kavouras, EB-Kamerafrau
    • Thomas Klatt, Autor (frei)
    • Thorsten Pape, Ingenieur Programmverbreitung
    • Marion Weinfurter, Redaktionelle Mitarbeiterin
    • Thomas Sauer, EB-Techniker
    • Michael (Micki) Rahn
    • Dagmar Bednarek
    • Andrea Mavroidis
    • Carsten Fabian

    Nachwahl Tarifkommission (TK): 

    • Henner Orlia
    • Matthias Funk 

    Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die bisher im Vorstand und in der Tarifkommission mitgearbeitet haben. Allen Gewählten wünschen wir alles Gute für ihre ehrenamtliche Arbeit. 

  • Freie in den Personalrat!

    Mit einem Brief an die Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Inneres sowie Kultur und Medien macht sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für die Öffnung von Personalräten im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk auch für freie  Mitarbeitende stark. ver.di "als größte Mediengewerkschaft" wende sich mit dem Anliegen an die Ausschüsse, für freie Mitarbeitende im öffentlich-rechtlichen Rundfunk "die gesetzliche Grundlage im Rahmen des Bundespersonalvertretungsgesetzes zur Mitarbeit in den Personalräten zu schaffen und damit die betriebliche Mitbestimmung zu ermöglichen", heißt es in dem Schreiben von ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz, das am Donnerstag versendet wurde. Zurzeit beraten die Ausschüsse die Novelle zum Bundespersonalvertretungsgesetz.

    Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sei deutlich zu erkennen, wie wichtig das Angebot von ARD, ZDF und Deutschlandradio ist, dass ganz wesentlich dem Einsatz von angestellten und freien Mitarbeitenden zu verdanken sei. "ver.di setzt sich seit Jahren für dieses System und die Menschen, die es ermöglichen, ein, weil es unsere Überzeugung ist, dass es unsere Demokratie stärkt. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, auch die innerbetrieblichen, demokratischen Prozesse zu stärken", so Schmitz.

    Brief zum Download

    Link zu weiteren ausführlichen Informationen auf der ver.di-Internetseite zur Deutschen Welle

  • Tarifliche Verbesserungen ab 2021 bei der DW

    DW-Satelliten-Schüsseln Christian von Polentz Satellitenschüsseln Deutsche Welle

    Ab 1.1.2021 wurden die Gehälter und effektiv bezahlte Honorare um 2,1 Prozent erhöht. Für 2020 wurde zudem bereits im Dezember 2020 eine Einmahlzahlung fällig, sie entspricht der Jahressumme der vereinbarten Erhöhung von 2,1 Prozent. 

    Volontäre und Azubis bekommen monatlich mit 50 Euro mehr, außerdem bekommen sie ein Jobticket und den Kinderbetreuungszuschuss.

    Ausführliche Informationen und die neuen Gehaltstabellen stehen auf der ver.di-Internetseite zur Deutschen Welle

     

     

  • Deutschlandradio kündigt Tarifvertrag

    Deutschlandradio Tim Reckmann/CC-BY 2.0 Deutschlandradio

    Deutschlandradio ist aus dem laufenden Tarifvertrag mit ver.di ausgestiegen. Der Sender begründet den Schritt mit der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Dem Sender fehlten dadurch die nötigen Einnahmen für den laufenden Haushalt, vor allem aber würden nötige Investitionen erstmal zurückgestellt. Damit erhalten die Beschäftigten im April nicht wie ursprünglich vereinbart mehr Geld. ver.di fordert Deutschlandradio zu Tarifverhandlungen auf.

    Link zum Artikel auf M Online

    Welche Folgen die ausbleibende Erhöhung des Rundfunkbeitrags für die Sender hat, beleuchtet Günter Herkel im Artikel "Öffentlich-Rechtliche in der Bredouille" auf M Online

     

  • Druckhaus Mitte insolvent

    Die DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH hat Anfang Januar beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Björn Gehde eingesetzt. Erst im Jahr 2019 hatte das Druckhaus Mitte die Großformatdruckerei Klingenberg übernommen. Beide Unternehmen wurden im Herbst 2020 am Klingenberg-Standort in Berlin-Buckow gebündelt, der Standort am Sachsendamm in Berlin-Schöneberg aufgegeben. Die Produktionsstätte in Wustermark (Brandenburg) blieb bestehen. Dann kam Corona und das Geschäft mit großformatigen Drucken, unter anderem für Großplakate, war weniger gefragt. Betroffen sind von der Insolvenz rund 110 Beschäftigte. Obwohl Entlassungen bisher nicht geplant sind, hat der Betriebsrat Rechtsanwalt Helmut Platow, ehemaliger Leiter der Rechtsabteilung in der ver.di-Bundesverwaltung, als Berater hinzugezogen, falls doch Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan notwendig werden.
     
    In einem Artikel in DRUCK+PAPIER 5/2020 hatte Helma Nehrlich das umweltfreundliche Druckverfahren vom Druckhaus Mitte vorgestellt.

  • Tarifrunde Papierverarbeitung

    Tarifrunde PPKV 2021 werkzwei Detmold Tarifrunde PPKV 2021

    Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) weigerte sich auch in der dritten Verhandlungsrunde am 22. Februar erneut, ein von ver.di gefordertes Angebot mit einer kurzen Laufzeit vorzulegen. Die Verhandlungen sollen am 26. März 2021 fortgesetzt werden. 

    Link zur ver.di-Internetseite zur Tarifrunde:

    https://verlage-druck-papier.verdi.de/papier/tarifrunde-2020-2021

  • Druckhaus Märkische Oderzeitung

    Für das Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG, dem Druckhaus der Märkischen Oderzeitung, finden voraussichtlich am 18. März die ersten Tarifverhandlungen statt. ver.di fordert eine Entgelterhöhung von vier Prozent. Die Beschäftigten hatten seit April 2019 keine tarifliche Entgelterhöhung erhalten, damals wurden zwei Prozent gezahlt.

  • Wall AG: Zweite Verhandlungsrunde

    Am 12. Februar 2021 fand die zweite Tarifverhandlung über eine neue Entgeltstruktur für die gewerblichen Arbeitnehmer*innen statt. Die Tarifparteien trafen sich virtuell zur Videokonferenz. 
    Die Arbeitgeberseite und die betriebliche ver.di-Verhandlungskommission hatten aus der ersten Verhandlungsrunde Arbeitsaufträge mitgenommen. Die Arbeitgeberseite legte einen Strukturvorschlag für einen Entgeltrahmentarifvertrag vor. ver.di unterbreitete Richtbeispiele für Tätigkeitsgruppen. Beide Entwürfe sehen derzeit sechs Entgeltgruppen nach Qualifizierungsanforderungen vor.

    Diskussionsbedarf gibt es noch bei diesen Punkten: 

    • Persönlicher Geltungsbereich
    • Durchführungsbestimmungen
    • Eingruppierungsgrundsätzen
    • Zuordnung der Tätigkeiten in die jeweilige Entgeltgruppe

    Es wurde vereinbart, dass beide Verhandlungsparteien zunächst für sich klären, inwieweit die bestehenden Differenzen einer Klärung zugeführt werden können. ver.di hat die Arbeitgeberseite aufgefordert, den Entgeltgruppen die entsprechenden Stundenlöhne zuzuordnen. Aus Sicht von ver.di sind dabei zumindest die Entgelte der J.C. Decaux – gültig bis zum 30. Juni 2021 - heranzuziehen. Die Arbeitgeberseite hält eine Zuweisung von Entgelthöhen derzeit nicht für zielführend, hat aber zugesagt, ihre Position hierzu zu überprüfen.

    Die Verhandlungen sollen am 15. März 2021 ebenfalls als Videokonferenz fortgesetzt werden. 
     

  • Neues Deutschland: Keine Billig-Lösung - Aus zum Jahresende?

    Neues Deutschland Martin aka Maha/ (CC BY 2.0) Neues Deutschland

    Die Geschäftsführung des Neuen Deutschland (ND) hat Betriebsrat, Redaktionsrat, Chefredaktion und Verlagsleitung darüber informiert, dass die Gesellschafter der Tageszeitung die GmbH zum Jahresende auflösen wollen. Die Belegschaft solle eine Genossenschaft gründen, die das ND weiterführt. ver.di fordert, dass die zukünftige Genossenschaft tarifgebunden bleibt und die Partei Die Linke als Gesellschafterin offen und transparent kommuniziert.

    Ausführliche ver.di-Pressemitteilung

  • AFP Agence France-Presse GmbH

    AFP U.S. Embassy Phnom Penh/CC BY-ND 2.0 AFP

    Auf Einladung von der dju in ver.di und dem DJV hat am 25.02. ein erstes Sondierungsgespräch zur Gehaltstarifrunde 2021 zwischen der Geschäftsführung und der Tarifkommission stattgefunden. Erklärtes Ziel dieser Sondierungsgespräche sollte ein Austausch über die jeweiligen Vorstellungen für die anstehende Gehaltstarifrunde sein. Die Gewerkschaften fordern 3,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. In dem dreistündigen Videocall offenbarte der Arbeitgeber ein völlig anderes Verständnis von der aktuellen Situation, der Erwartungshaltung der Beschäftigten und dem Begriff der "Wertschätzung in Krisenzeiten erbrachter Leistung".

    Ausführliches Tarifinfo

  • Deutlich mehr Angriffe auf Journalist*innen

    Demo Niek Verlaan/Pixabay Demo

    ver.di, Innensenator und Polizei in Berlin vereinbaren bessere Zusammenarbeit zur Durchsetzung der Pressefreiheit

    119 An- und Übergriffe auf Journalist*innen sowie Behinderungen der Pressearbeit hat die Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg seit Ende April 2020 (Stand Februar 2021) in Berlin gezählt - insbesondere bei Anti-Corona-Demonstrationen. „Während der Großteil der Übergriffe von Teilnehmenden der Demonstrationen ausgeht, ist aber auch rund ein Drittel von der Polizei ausgegangen,“ sagte die dju-Landesvorsitzende Renate Gensch.

    Diese besorgniserregenden Zahlen und die zunehmenden Anfeindungen gegen Journalist*innen waren Anlass für ein Gespräch im Dezember zwischen dju/ver.di und Innensenator Andreas Geisel und Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Beide gaben ein klares Bekenntnis zur Pressefreiheit ab, sowohl mit Blick auf die Betreuung der Pressevertreterinnen und -vertreter vor Ort als auch hinsichtlich der Schaffung von Schutzräumen.

    Ausführliche Informationen bei der dju Berlin-Brandenburg