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Aktueller Verhandlungsstand findet keine Zustimmung in der Tarifkommission

CinemaxX

Aktueller Verhandlungsstand findet keine Zustimmung in der Tarifkommission

Die ver.di-Tarifkommission hat am 6. Juni 2019 nach intensiven Beratungen den Verhandlungsstand aus der 7. Runde der Tarifverhandlungen mit CinemaxX abgelehnt!

Die Formulierungen zu den Tätigkeitbeschreibungen für den Service Manager wurden als zu weitgehend bewertet. Während für die Pilotphase vereinbart war, dass Servicemanager nur die Tätigkeiten der Servicekraft aus den drei Tätigkeitsfeldern (Kasse, Einlass, Gastronomie) ausführen soll dies nach Vorstellungen von CinemaxX bei einer finalen Einführung deutlich ausgeweitet werden. So sind die zuvor genannten Tätigkeiten weiterhin Bestandteil - ebenso jedoch soll der Servicemanager sämtliche im Zusammenhang mit dem Kinofilm- und Kinoveranstaltungsbetrieb, sowie dessen jeweiliger Vor- und Nachbereitung anfallenden Tätigkeiten, erbringen. Diese Formulierung öffnet allen möglichen Aufgaben Tür und Tor, sofern sie auch nur ansatzweise etwas mit Kinofilm- und Kinoveranstaltungsbetrieb zu tun haben.

Zu großen Unstimmigkeiten führte auch die Forderung der Arbeitgeberseite, dass zukünftig bei der Einarbeitung keine Zuschläge mehr gezahlt werden sollen. Gerade erst haben Kolleg*innen erreicht, dass bei der Einarbeitung das Gehalt von TLAs gezahlt werden muss. Laut aktuellem Tarifvertrag ist die Einarbeitung nämlich Aufgabe der TLAs. Wissenstransfer und Einarbeitungen neuer Mitarbeiter*innen sollen aber Bestandteil der Aufgaben und Stellen aller Mitarbeiter*innen werden und in allen Schichten erfolgen können – bereits bestehende Regelungen sollen hiervon unberührt bleiben.

Unter diesen Gesichtspunkten konnten auch die angebotenen Lohnerhöhungen nicht überzeugen. Diese liegen deutlich unter den bei anderen Kinoketten gezahlten Löhnen. Gerade weil die Kino-Branche im Niedriglohnsektor angesiedelt ist fordert ver.di weiterhin Löhne die sozial gerecht sind und Altersarmut verhindern sollen. Die Tarifverträge sollten anfangs ab dem 1. Januar 2019 bis zum 31.

Dezember 2020. Nun soll das Entgelt rückwirkend ab dem 1. April 2019 gezahlt werden und der Tarifvertrag auch erst am 30. Juni 2021 enden.

Auch soll in den Kinos eine Kombikasse eingeführt werden können, in Standorten mit Betriebsrat nur mit dessen Zustimmung. Bei der Kombikasse handelt es sich um einen kombinierten Karten- und Gastrokassenarbeitsplatz.

Auf dem ersten Blick, scheinen die von CinemaxX angestrebten Veränderungen nicht so gravierend zu sein - allerdings stehen sie zusammen betrachtet in keinem Verhältnis zu den von CinemaxX als Ausgleich dazu angebotenen Lohnerhöhungen. Wir sehen zudem die Gefahr, dass die Maßnahmen dazu beitragen können die Arbeit in den Filmtheatern weiter zu verdichten und Belegschaften auszudünnen.

Aus diesem Grund hat die Tarifkommission die Entscheidung getroffen, im Sinne der CinemaxX- Kolleg*innen das Angebot nicht anzunehmen.

Ein weiterer Verzicht auf Arbeitskampfmaßnahmen wurde nicht erklärt.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vereinbart.