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Einigung zwischen ver.di und CinemaxX: Verlängerung der Tariflaufzeit …

Einigung zwischen ver.di und CinemaxX: Verlängerung der Tariflaufzeit und Befristung der Einführung von Servicemanagern

Am Ende dieses für die Kinobranche außergewöhnlichen Jahres haben sich ver.di und CinemaxX am 10. Dezember auf ein Tarifergebnis für das kommende Jahr geeinigt. Auf Wunsch der Unternehmensseite sollte sich die Tariflaufzeit verlängern. ver.di hat dafür Bedingungen gestellt, die in wenigen Verhandlungstreffen in Form von Videokonferen-zen durch CinemaxX erfüllt worden sind. Die Laufzeit des geltenden Tarifabschlusses verlängert sich bis Ende November 2021, die Einführung von Servicemanagern muss bis spätestens Ende März 2021 geschehen sein, sonst entfällt diese Eingruppierung aus dem Tarifvertrag. In einer abschließenden Beratung hat die ver.di-Tarifkommission am 14.12.2020 dem Ergebnis einstimmig zugestimmt, welches hier im Detail erläutert wird. 

Laufzeitverlängerung 

CinemaxX hatte ver.di aufgefordert, angesichts der schwierigen Lage durch Pandemie-Maßnahmen und damit verbundenen Umsatzverlusten, insbesondere während des Lockdowns, eine Verlängerung der Lauf-zeit der bestehenden Entgelt-, Entgeltrahmen- und Manteltarifverträge zu verhandeln. Die ver.di-Tarifkommission hatte die Bitte aufgenommen und daraufhin die Forderung aufgestellt: die Verlängerung müsse auf maximal fünf Monate begrenzt werden. Dem hat der Arbeitgeber schließlich zugestimmt, sodass die aktuell geltenden Tarifverträge bis zum 30. November 2021 verlängert werden. Mit der Laufzeitverlängerung behalten die Entgelttabellen vom 1. Juli 2020 fünf Monate länger ihre Gültigkeit. 

Servicemanager 

Verbunden mit der Verlängerung der bestehenden Tarifverträge hat die ver.di-Tarifkommission ein Ultimatum für die tatsächliche Einführung des in der letzten Tarifrunde hart umkämpften Servicemanagers gefordert. Die Regelungen sollten nicht nur als Papiertiger ihr Dasein fristen, die Unternehmensleitung sollte zur Einführung bis Ende März 2021 gezwungen werden. Wobei Zwang heißt: findet bis dahin keinerlei Einführung von Servicemanagern statt, dann sollte diese Eingruppierung komplett aus dem Tarifvertrag gestrichen werden. Auch an dieser Stelle hat der Arbeitgeber den ver.di-Forderungen zugestimmt. Somit muss nun die erste Welle der Einführung der Servicemanager bis spätestens 31. März 2021 beginnen. Gelingt dies dem Arbeitgeber nicht, werden die Tarifverträge ab dem 1. April geändert und die Servicemanager werden aus dem Tarifvertrag gestrichen. Findet jedoch die Einführung der Servicemanager statt, dann gehen damit für die Betroffenen Höhergruppierungen und damit ein Lohnplus einher, was angesichts der angespannten Lage in der Branche einen kleinen Erfolg darstellte. 

In Kraft treten des Tarifergebnisses 

Am 14. Dezember hat die ver.di-Tarifkommission einstimmig dem Ergänzungstarifvertrag mit diesen Ergebnissen zugestimmt, er tritt ab Unterzeichnung in Kraft. Die laufenden und nun verlängerten Tarifverträge können mit einer Frist von drei Monaten zum 30. November 2021 gekündigt werden.