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Aktuelle Umgangsverordnung des Landes Brandenburg

Aktuelle Umgangsverordnung des Landes Brandenburg

  • Für Theater- und Konzerthäuser, Kulturveranstaltungen in Brandenburg wird mit der neuen Umgangsverordnung die 2G-Regel – Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr – als Option eingeführt. Kultureinrichtungen und Kulturveranstalter können mit der 2G-Option ihre Kapazitäten wieder besser nutzen, da dann Schutzmaßnahmen wie Abstand, Maske, Personengrenzen und Quadratmetervorgaben entfallen. Die Voraussetzungen des 2G-Modells umfassen auch das eingesetzte Personal, soweit dies direkten Gästekontakt hat. Ob und inwieweit die Künstler*innen und das Personal, die auf der Bühne agieren, Gästekontakt haben, ist mit Blick auf den Einzelfall vor Ort zu bewerten. Die Anwendung des 2-G-Modells ist veranstaltungsbezogen zuvor dem zuständigen Gesundheitsamt schriftlich anzuzeigen.

  • Die Option des 3G-Modells – Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete – bleibt für Kulturveranstaltungen und Kultureinrichtungen (mit Ausnahme der kulturgutbewahrenden Einrichtungen und Gedenkstätten) bestehen und gilt weiterhin ab einem Schwellenwert von 20 bezogen auf kreisfreie Städte und Landkreise. In Theater- und Konzerthäusern gilt dann grundsätzlich Maskentragepflicht und das Mindestabstandsgebot von 1,5 m. Die Maskentragepflicht entfällt am Platz, soweit zwischen den Sitzplätzen ein reduzierter Mindestabstand von mindestens 1 m eingehalten wird. Neu ist, dass auch beim 3G-Modell eine Vollbesetzung ermöglicht wird, das heißt der Abstand zwischen den Sitzplätzen kann gänzlich entfallen, wenn auch durchgehend und damit auch am Sitzplatz eine FFP2-Maske getragen wird.

  • Auch für Diskotheken, Clubs und Festivals ist die Option des 2G-Modells eingeführt worden. Die strenge 10qm-pro-Gast-Regel bei sog. Tanzlustbarkeiten entfällt, wenn ausschließlich Geimpften, Genesenen und Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr Zutritt gewährt wird.

  • Sofern das 2-G-Modell nicht zur Anwendung kommt, gelten für (Kultur-)veranstaltungen Beschränkungen der Besucherzahl. Für Einrichtungen mit einer regulären Besucherkapazität von mehr als 1 000 Personen gilt die Beschränkung der Personenzahl auf höchstens 1 000 Personen zuzüglich höchstens 50 Prozent der über 1 000 Personen hinausgehenden regulären Besucherkapazität, jedoch nicht mehr als 5 000 gleichzeitig teilnehmende Besucherinnen und Besucher.

  • Ebenso können künstlerische Amateurensemble die Option des 2G-Modells nutzen, so dass bei Zusammenkünften von ausschließlich Geimpften, Genesenen und Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr die Schutzmaßnahmen wie Maske und Abstand entfallen. Wird diese Option nicht genutzt, gilt weiterhin die Maskenpflicht und das Mindestabstandsgebot von 1,5 m  sowie für den Fall, dass in den Amateurensembles Blasinstrumente zum Einsatz kommen oder gesungen wird, das auf mindestens 2 Meter erweiterte Abstandsgebot zu bzw. zwischen Sänger*innen und Blasinstrumentalisten sowie die Testnachweispflicht, sofern die 7–Tage-Inzidenz über 20 liegt.

  • Die Kontaktnachverfolgung ist Voraussetzung der 3G-Option sowie der 2G-Option.

  • Die Inanspruchnahme des 2G-Modells ist für einige Bereiche ausgeschlossen. Das betrifft u.a. Schulen und Musikschulen sowie Gedenkstätten, Museen, Archive und Bibliotheken.

  • Für den Zutritt zu Museen, Gedenkstätten und Archiven ist weiterhin kein Test-, Geimpften- oder Genesenennachweis erforderlich. Das Abstandsgebot kann in Museen, Gedenkstätten und Archiven jedoch entfallen, wenn alle Personen durchgängig eine FFP2-Maske tragen. Personendatenerfassung und Kontaktnachverfolgung ist auch hier Voraussetzung des Zutritt. 

  • In Musik- und Kunstschulen gilt weiterhin das 3G-Modell. Schüler*innen müssen einmal in der Woche vor Beginn des ersten Unterrichtstages einen Testnachweis vorlegen (Selbsttest ist ausreichend). Das gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr im Fall des Einzelunterrichts, für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr und für vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder sowie für Schüler*innen, die regelmäßig mindestens zweimal in der Woche in der Schule getestet werden. Beim Gesangsunterricht und beim Spielen von Blasinstrumenten bleibt das Mindestabstandsgebot von 2 Metern bestehen.

    Hinweis: Bei Zusammenkünften von Amateurensembles, die formal der Trägerschaft von Musikschulen unterfallen, kann im Einzelfall bei Vorliegen der Voraussetzungen nach dem 2G-Modell nach den vorbenannten Regelungen zu den künstlerischen Amateurensembles von den Schutzmaßnahmen zu Abstand und Maske abgewichen werden.

  • Regelungen für Kinder: Bei Kulturangeboten in Theatern oder Konzerthäusern sowie bei kulturellen Bildungsanageboten für Kinder im Vorschulalter sowie im Schulalter gilt keine Abstandspflicht. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind zudem von der Maskenpflicht befreit. Von der Testpflicht sind Kinder ausgenommen, soweit sie das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ausgenommen von der Testpflicht sind zudem Schüler*innen, die regelmäßig, mindestens an zwei verschiedenen Tage pro Woche getestet werden; dies gilt auch für den Zeitraum der Ferien. Und natürlich müssen alle Personen, die einen Impf- oder Genesenennachweis haben, keinen Testnachweis vorlegen.