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Tarifverhandlungen für Filmschaffende gehen voran

Tarifverhandlungen für Filmschaffende gehen voran

Tarifverhandlungen für Filmschaffende gehen voran, werden fortgesetzt, um im April abgeschlossen zu werden.

01.04.2021 - Zu den ver.di-Forderungen für Filmschaffende (häufigere zusammenhängende Ruhetage bzw. freie Wochenenden, klare Ruhezeiten nach Nachtdreh ins Wochenende und Zuschläge für Sonnabend und Sonntag) sind die Verhandlungen bis zuletzt intensiv geführt worden, konnten aber bis Ende März noch nicht beendet werden. Es gibt deutliche Fortschritte zu den ver.di-Forderungen, die Produzentenallianz will diese Kernthemen besser regeln. Dies war im Januar noch grundsätzlich abgelehnt worden. ver.di gibt dem nun beschleunigten Verhandlungsprozess noch einen Monat Zeit bis Ende April.

Nachdem es um den Jahreswechsel in den ersten zwei Verhandlungsterminen einen enttäuschenden Verlauf der Tarifverhandlung für die etwa 25.000 Filmschaffenden zu verzeichnen gab, haben die letzten zwei Verhandlungstermine Mitte und Ende März deutliche Fortschritte gezeigt. Auch wenn es noch keine Einigung gibt, so bewegen sich die Vertreter*innen der Produzentenallianz doch auf die gewerkschaftlichen Forderungen zu. Zur Verbesserung der Arbeits- und vor allem Ruhezeitregelungen hat ver.di zuletzt gefordert, dass mindestens dreimal im Monat zwei zusammenhängende Ruhetage bzw. Wochenenden zu gewähren sind, dass auf einen Nachtdreh ins Wochenende verbindlich eine Ruhezeit von 48+11 Stunden folgen muss und dass Zuschläge für Arbeit am Sonnabend von 50 Prozent und für Sonntagsarbeit von 75 Prozent zu zahlen sind. In allen Punkten ist die Produzentenallianz zumindest in jeweils ersten Schritten entgegengekommen, aber abgeschlossen werden konnten die Verhandlungen noch nicht und zudem hat auch die Produzentenallianz noch weitere Verhandlungsbereitschaft erklärt.

Im ver.di-Tarifausschuss wurde der bisherige Verhandlungsstand, auch weil er noch nicht zufriedenstellend ist, aber eben auch noch nicht als ausgereizt erscheint, mit einer Verlängerung des Verhandlungsprozesses bis Ende April beantwortet.

Daraufhin wurde von den Gewerkschaften BFFS und ver.di mit der Produzentenallianz eine Fortsetzung der Tarifverhandlung am 13. April verabredet, mit dem Ziel bis Ende des Monats einen Abschluss zu erreichen.

Und übrigens: Erst wenn eine der beiden Seiten ein Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt, ist die direkte Nachwirkung des Tarifvertrags beendet. So lange gilt er noch weiter.

Mehr und besser!

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