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CinemaxX verweigert armutsfeste Löhne!

CinemaxX verweigert armutsfeste Löhne!

Verhandlungen festgefahren

Auch die fünfte Verhandlungsrunde am 26. März 2019 brachte keinen Durchbruch im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen ver.di und CinemaxX. Die Arbeitgeberseite verweigert nach wie vor armutsfeste und existenzsichernde Einkommen für die Mitarbeiter*innen.

Zur Erinnerung:

ver.di ist mit dem Ziel in die Tarifverhandlungen gegangen, für die Kinobeschäftigten sozial gerechte und existenzsichernde Einkommen zu erreichen. Diese müssen deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen und dürfen nicht zu Altersarmut führen.

Nachdem in der ersten Verhandlungsrunde im Dezember 2018 hierzu Eckpunkte genannt wurden, hat die ver.di-Tarifkommission der Arbeitgeberseite eine erste Forderung nach 10,00 Euro Einstiegslohn für Servicekräfte übermittelt. Ende Februar wurde CinemaxX ein Kompromissangebot unterbreitet, dass einen Einstiegslohn von 9,50 Euro für 2019 und 10,00 Euro für 2020 vorsieht.

CinemaxX bietet in seinem letzten Angebot 9,35 Euro Einstiegslohn für Servicemanager. Für Servicekräfte wurde kein explizites Angebot gemacht.

Obwohl ver.di der Arbeitgeberseite mit dem Kompromissvorschlag bereits deutlich entgegen gekommen ist, war CinemaxX auch heute nicht bereit das unzureichende Arbeitgeberangebot nachzubessern.

Vielmehr wurde gedroht, dass bei einer Lohnerhöhung von 15 Prozent auch 15 Prozent des Personals in den Kinos abgebaut werden müsse.

Da stellt sich die Frage, ob CinemaxX jede Lohnerhöhung mit Personalabbau im gleichen Umfang verknüpft…

Auch Vergleiche mit anderen Branchen sind nicht angebracht: Wenn die Mitarbeiter*innen in den Kinos die gleichen Einkommen hätten, wie die Kolleg*innen im öffentlichen Dienst oder in der Papierverarbeitung, wären Lohnsteigerungen wie sie in diesen Bereichen vereinbart wurden durchaus angemessen. Bei Stundenlöhnen auf dem Niveau des gesetzlichen Mindestlohns braucht es aber ein stärkeres Plus!

 

Es bleibt bei unserer Position:

  • Die Einstiegslöhne für Servicekräfte müssen - wie wir gegenüber der Arbeitgeberseite mehrfach bekräftigt haben - deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen!
  • Sollte die Berufsgruppe Servicemanager bei CinemaxX eingeführt werden, müssen die Kolleg*innen deutlich mehr als Servicekräfte verdienen!
  • Darüber hinaus brauchen alle Berufsgruppen in den Kinos kräftige Lohnsteigerungen!


Wie geht es weiter?

Das Pilotprojekt zum Servicemanager sollte bereits Ende letzten Jahres enden wurde aber einvernehmlich bis März 2019 mit dem Ziel verlängert, im Rahmen der Tarifverhandlungen eine abschließende Lösung zu finden. Da dies bisher nicht erreicht werden konnte, wird die Steuerungsgruppe am 30. April 2019 über die Abwicklung des Pilotprojektes beraten. Bis dahin kann das Projekt in den Pilotstandorten fortgeführt werden.

Auch in der Tarifauseinandersetzung hat ver.di trotz der Blockadehaltung der Arbeitgeberseite weiterhin Verhandlungsbereitschaft signalisiert und ebenfalls für den 30. April 2019 einen neuen Gesprächstermin angeboten.

In den kommenden Wochen werden weitere Tarifinfos folgen.

 

Jetzt gilt es den Druck in den Kinos zu erhöhen und die Streikmaßnahmen auszuweiten. Gemeinsam müssen wir CinemaxX zeigen, dass wir bereit sind für unsere Forderungen zu kämpfen!

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