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Schaubühne: 3% und wie weiter?

Schaubühne: 3% und wie weiter?

Soll’s das schon wieder gewesen sein? Drei Prozent von wenig bleibt wenig!

Das gilt gerade auch für die unteren Lohngruppen, bei Löhnen, die an der Schaubühne größtenteils in den Achtzigerjahren festgelegt und 2002 einfach in Euro umgerechnet wurden. Wenig auch für Teilzeitbeschäftigte.

Was ist mit Rechtssicherheit? Was ist mit Gleichbehandlung? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Was ist mit der gleichen wöchentlichen Arbeitszeit, der 38,5 Stundenwoche für alle? Einfach drei Prozent, ohne ver.di-Tarifvertrag, ohne Perspektiven auf kontinuierlichen Lohnzuwachs sind uns zu wenig!

Auch die Direktion vertritt wie wir die Meinung, dass wir den Anschluss an die Gehaltsentwicklung der anderen von der öffentlichen Hand hoch subventionierten Bühnen nicht verpassen sollten, nur: die Geschäftsführung bedenkt dabei nicht, dass wir schon heute im Durchschnitt 20-30 Prozent weniger verdienen, als beispielsweise Kolleginnen und Kollegen an der Volksbühne oder dem Maxim Gorki Theater? Bei einem Tarifabschluss von 4,4 Prozent im TV-L für die Jahre 2015/16 wird der Abstand sogar noch größer, statt sich zu verringern. Wir wollen und dürfen den noch möglichen Anschluss nicht verpassen.

Wenn wir es schaffen, uns zu organisieren, können wir Verbesserungen für alle an der Schaubühne Beschäftigten erreichen. Dafür müssen wir gemeinsam handeln und verhandeln.

Bei stetig ansteigenden Lebenshaltungskosten (Krankenversicherung, Energiekosten, Mieten, usw., usw.) rutschen wir ohne stetige Lohnsteigerung weiter in prekäre Lebensbedingungen.

Ein einheitlicher Tarifvertrag sichert uns würdige Arbeitsbedingungen und gibt uns außerdem die Motivation, die hohen Ansprüchen an uns und unsere Tätigkeiten an der Schaubühne zu erfüllen (Arbeiten außerhalb Berlins, Gastspiele ohne Ende, steigende Arbeitsverdichtung, prall gefüllte Spielpläne).


Welche Verbesserungen können bei Tarifvertragsverhandlung erreicht werden?

  • kontinuierliche Lohnanpassung bei Neuverhandlung des Tarifvertrags
  • Verlängerung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • einheitliche Arbeitszeiten für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • eindeutige Zuordnung der Lohngruppe
  • Erhöhung unserer Rente und vieles mehr!

 

Informiert euch! Tauscht euch aus! Haltet euch auf dem Laufenden! Wir schließen uns zusammen, um endlich eine Perspektive zu schaffen!

Die ver.di - Mitglieder in der Schaubühne am Lehniner Platz

04.11.2015