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Frauenarbeit - Frauenalltag - Frauenrechte

Frauenarbeit - Frauenalltag - Frauenrechte

Ein Ausstellungsprojekt  mit Zeitzeuginnen aus Brandenburg

ver.di MedienGalerie, Dudenstr.10,  Berlin-Kreuzberg

29. April – 25. Juni 2021
 

Die Ausstellung, die am 8. März 2018 zum ersten Mal in Bad Belzig eröffnet wurde, ist als Projekt unserer Brandenburger Gewerkschaftskolleginnen in der DGB Schulungsstätte Flecken-Zechlin entstanden. Sie würdigt alle Frauen, die unter wechselnden politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen bis heute ihre Frau gestanden haben  und ist in zahlreichen Orten mit großem Erfolg gezeigt worden. Die Ausstellungsmacherinnen nahmen sich drei Jahre Zeit, um die Inhalte zusammen mit acht Kolleginnen zu erarbeiten.

Ihr Ziel ist es,  jungen Frauen mit auf den Weg zu geben, „neugierig sein, lernen die eigene Weltsicht ernst zu nehmen und sich einmischen.“ Und sie wollen dazu ermutigen „für gute Arbeit und Gleichberechtigung für Demokratie und Menschenrechte zu streiten. Frauen und Männer, Junge und Alte.“ Nicht nur am 8. März und 1. Mai!

Die Ausstellung wird begleitet von einem reichhaltigen Katalog mit Beiträgen zum gewerkschaftlichen und kommunalen Umfeld ihrer Entstehung, sowie zum Kunstarchiv Beeskow, aus dem drei Bilder in die Ausstellung eingegangen sind.

Der Katalog kann in der MedienGalerie erworben werden.

Jetzt zum traurigen Teil der aktuellen Realität für Einrichtungen des kulturellen Lebens, zu der auch die MedienGalerie gehört. Die Regierenden behalten ihren Kurs bei, die gesellschaftliche Bedeutung der Kulturarbeit und der kulturell Arbeitenden zu ignorieren. Wir bleiben bei unserem Motto: Niemals aufgeben! Satire darf alles, Kunst muss alles!

Wie auch bei der Ausstellung der Cartoonlobbyisten  ist ein Teil der Werke in den Schaufenstern zu sehen, begleitet von einer kleinen analog-digitaler Präsentation. Und wir hoffen auf den Sommer.

Hier halten wir Euch/Sie weiterhin auf dem Laufenden.

 


„Misch dich ein, gestalte mit – bekenn dich zur Demokratie.“

Ingrid Freninez ist Mitglied der Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG). Gleich nach der Wende ist sie in ihrem Betrieb in den Betriebsrat gewählt worden. Von ihrer Gewerkschaft hat sie das Rüstzeug für diese Arbeit erhalten. Es war eine schöne Zeit, sagt Ingrid, und sie habe viel gelernt. Schlosserin war ihr Beruf – aber lernen und das Gelernte weiter zu geben wird ihr nun zur Berufung. So wird aus der Schlosserin nach einer Umschulung eine Dozentin für Arbeits- und Sozialrecht, eine ehrenamtliche Richterin am Landesarbeits-, am Sozial- und am Finanzgericht und schließlich die Leiterin eines Sozialen Zentrums. Sie übernimmt Funktionen in NGG und DGB, wird Mitglied der CDU und Gründungsmitglied der Christlich-Demokratischen-Arbeitnehmerschaft (CDA) im Landkreis Oder-Spree. Für ihr gesellschaftliches Engagement wird Ingrid Freninez 2015 mit der Hans-Böckler-Medaille des DGB ausgezeichnet.

Als Vorsitzende ihres DGB Kreisverbandes unterstützt Ingrid Freninez die brandenburgische Frauenwoche: Es ist ihr wichtig, dass Frauen zusammenkommen und in einem geschützten Raum über ihre Situation nachdenken. Und das nicht nur am 8. März!

Frauen
© Petra Flemming
Warnstreik IG Metall
© Christian von Polentz/transitfoto
DGB-Ak­ti­on Gen­der Pay Gap
© Christian von Polentz/transitfoto

Ingrid Freninez

Ingrid Freninez
© Hellemann