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Zeit Online: Schnelle und gute Sondierung mit dem Arbeitgeber

Zeit Online: Schnelle und gute Sondierung mit dem Arbeitgeber

Tarifinfo von ver.di und DJV

20.12.2021 - Keine Stoppschilder, keine Denkverbote, dafür eine offene, verhandlungsbereite Atmosphäre: So lässt sich am ehesten die Sondierungsrunde zwischen der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion in ver.di (dju), dem Deutschen Journalistenverband (DJV) und der Arbeitgeberin am vergangenen Donnerstag zusammenfassen. An dieser nahmen Christian Röpke und Jochen Wegner für die Arbeitgeberseite sowie Jörg Reichel, Michael Rediske als Hauptamtliche, Tina Groll und Beatrice Simmon als Ehrenamtliche für die Beschäftigten teil.

Besprochen wurden neben Organisatorischem vor allem die Eckpunkte der Forderungen – die hunderprozentige Anerkennung des VDZ-Tarifvertrags: Die vollen Beiträge & Leistungen des Presseversorgungswerkes, die Absenkung auf die tarifliche Wochenarbeitszeit, die Geltung der Gehaltsstufe für das 15. Berufsjahr für die Redaktion und der Gehaltstabelle II für Redakteurinnen/Redakteure in besonderer Stellung, sowie die Zahlung des Urlaubsgeldes, die Vergütung der Studierenden deutlich über dem zukünftigen Mindestlohn, die Eintarifierung in den VDZ für die studentischen Beschäftigten und die Anspruchsvoraussetzungen für die Jahresleistung. Geschäftsführung und Chefredaktion waren davon nicht überrascht. Der Verlag wird nun eine Anpassung des Tarifvertrages im Detail durchrechnen und eine Bewertung vornehmen. Von sich aus regten die Chefredaktion und Geschäftsführung an, dass schon 2022 eine erste Stufe der Anpassung erfolgen soll. Einigkeit bestand, dass dies eine Maßnahme sein muss, von der bei ZEIT ONLINE alle Beschäftigten profitieren. 

Da es eine Sondierung war, haben wir keine Details besprochen und noch keine Verhandlungen geführt. Wir haben uns aber auf eine Terminstrecke für die ersten beiden Verhandlungsrunden geeinigt, die ab der zweiten Januarhälfte und im Februar stattfinden sollen.

Wie geht es nun weiter? Die Tarifkommission wird eine Verhandlungsgruppe wählen, die aus den Hauptamtlichen sowie etwa vier Mitgliedern der Tarifkommission besteht. Wichtig ist uns, dass alle Beschäftigtengruppen (RedakteurInnen, Angestellte, Studierende) vertreten sind. Die Verhandlungen werden in den ersten beiden Runden zunächst per Zoom geführt. Wir sind optimistisch, dass wir auf Basis der guten Atmosphäre der Sondierungen in konstruktive Gespräche starten werden.