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Tarifverhandlungen für Papierverarbeitung abgesagt: völlig unnötige …

Tarifverhandlungen für Papierverarbeitung abgesagt: völlig unnötige Eskalation durch Arbeitgeber

ver.di-Pressemitteilung


26.03.2021 - Die vierte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ist von den Arbeitgebern am Freitagnachmittag (26. März 2021) kurzfristig abgesagt worden. Damit wollen die Arbeitgeber die Beschäftigten zwingen, auf Warnstreiks während der Verhandlungen zu verzichten: „Es ist sehr bedauerlich, dass dieser Arbeitgeberverband Bedingungen stellt, statt in konstruktive Verhandlungen einzusteigen. Streikrecht ist ein Grundrecht. Das lassen sich die Beschäftigten nicht nehmen“, stellte ver.di-Verhandlungsführer Andreas Fröhlich klar.

ver.di hatte über fünf Stunden den Versuch unternommen, im Interesse der Beschäftigten eine Verhandlungsaufnahme zu erreichen. Leider verweigerte der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) stur Tarifgespräche und eskaliert damit völlig unnötig.

Die nächste Verhandlung ist für den 31. März in Berlin vereinbart. ver.di erwartet, dass an diesem Tag über Lohnerhöhungen für die Beschäftigten verhandelt wird.

Bereits in den vorhergehenden drei Verhandlungsrunden hatte sich der HPV konstruktiven Verhandlungen verweigert und mit einem Mix aus langer Laufzeit, niedrigen Lohnerhöhungen, fünf Monaten ohne mehr Geld im ersten Jahr, dazu einer mickrigen Erhöhung und zwei weiteren Nullmonaten im zweiten Jahr für Kopfschütteln gesorgt und Warnstreiks geradezu provoziert. „Die Arbeitgeber wollen die Krise offensichtlich ausnutzen, um besonders billig davon zu kommen“, sagte Fröhlich. ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,8 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten.

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